Alltagsblues

Huay Xai, 22.11.2015

So schnell kann er sich einstellen, der Alltagsblues. Nach nun vier Monaten in einem anderen Land auch kein großes Wunder. Man tut hier eben das, was man Zuhause auch so gemacht hat: zur Arbeit gehen, einkaufen, kochen, sich mit Freuden treffen und ab und an mal ausgehen. Dann kommt auch die Phase, bei der man in Gedanken besonders bei der Familie und den Freunden ist. Versteht mich nun bitte nicht falsch, ich bin immer noch besonders Dankbar jetzt hier zu sein und ich genieße meine Zeit. Dennoch vermisse ich natürlich alle meine Freunde und meine Familie. In den letzten Tagen habe ich oft an euch gedacht.

Zu dem Alltag in Huay Xai kann ich nur sagen, das Unterrichten macht immer noch Spaß, auch wenn es manchmal schleppend voran geht. Während den Tests wird fleißig hin und er kopiert und abgeschrieben. Das ging Charly und mir mittlerweile ziemlich auf den Senker, sodass wir hart durchgegriffen haben und nun auch SchülerInnen durchfallen lassen. Während eines Testes versuchen wir nun die SchülerInnen möglichst weit voneinander zu setzten und wir sprechen sie auch direkt an, wenn Sie versuchen abschreiben oder sich die Lösungen auf Laotisch vorsagen. Das Schlimme daran ist, dass natürlich keine korrekten Sätze abgeschrieben werden, sondern völlig falsche, sodass sich so nur noch mehr Fehler in dem Test ergeben. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich einmal in einen Schülerschreck verwandeln würde 😉 Es hat aber anscheinend funktioniert, die SchülerInnen möchten sich verbessern und einen weiteren Test schreiben. Den gibt es dann auch nächsten Monat wieder. Mal schauen, wie es dann läuft.

IMG-20151117-WA0000

2015-11-18 10.16.40

Da wir uns hin und wieder auch mit unseren Schülern treffen und von Ihnen zu Ihren Familien eingeladen werden ist uns dann doch etwas aufgefallen. Ich will gar nicht behaupten, dass es ein generelles Phänomen ist, aber wie soll ich sagen..die Schüler sind teilweise dann doch sehr anhänglich.. Das bedeutet, dass man mehrmals angerufen wird und mehrere Nachrichten von Ihnen bekommt. Wir haben aber keine Zeit uns jeden Tag mit unseren SchülerInnen zu verabreden. Leider haben wir das Gefühl, dass sie Absagen nicht besonders gut verkraften. Es könnte natürlich auch teilweise an der Sprachbarriere liegen, dass man sich nicht immer zu 100% versteht. Leider wissen wir gerade nicht, wie wir damit umgehen sollen. Das bringt so ein Auslandsaufenthalt aber auch mit sich. Manchmal sind Kommunikation und Handeln nicht ganz einfach.

1447301186781

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s