Feiertage in Laos: Boat Racing Festival und Lichterfest

Huay Xai, 27.10-28.10.2015

Für das Lichterfest sind viele Häuser besonders schön geschmückt
Für das Lichterfest sind viele Häuser besonders schön geschmückt

Heute ist ziemlich viel los in Huay Xai. Wir müssen schon seit gestern nicht mehr arbeiten, denn alle Vorbereitungen, physische und psychische, sind dem Boat Racing Festival und dem Lichterfest gewidmet. Das Boat Racing Festival ist ein Drachenbootrennen, das in ganz Laos gefeiert wird. Jedes halbgroße Dorf veranstaltet dieses Festival im Oktober, allerdings zu unterschiedlichen Zeiten. Mich hat dieses Festival stark an deutsche Volksfeste erinnert. Entlang der Hauptstraße reihen sich Essens- und Bierstände. Man kann Souvenirs, Kleidung und Spielzeug kaufen und sich den ganzen Tag durchfuttern. Das alles inklusive lauter laotischer Musik versteht sich. Wir schieben uns auch zwischen die Menschenmassen und treffen auch auf einige unserer Schüler. Je später der Abend wird, desto betrunkener die Gäste – ähnlich einem deutschen Volksfest eben. Von den Booten haben wir leider nicht sonderlich viel mitbekommen, denn entlang des Mekongs war es einfach viel zu voll um das Bootsrennen anzuschauen.

Am nächsten Tag findet das Lichterfest, das Leu Katong (so wird es ausgesprochen) statt. Die Stände von gestern werden erst gegen Abend wieder geöffnet. An diesem Feiertag werden kleine bunt verzierte runde Schiffchen aus Bambus mit Kerzen auf den Mekong gelassen. Sie sollen alles Unheil und Unglück des Besitzers forttragen. Außerdem hat sich hier auch eine Tradition des Lichterfestes aus Thailand durchgesetzt. Man lässt Lampions in den Himmel steigen und wünscht sich etwas fürs persönliche Glück während das Unglück fortgetragen werden soll. Während es den Tag über ziemlich ruhig in Huay Xai war, wird es gegen 8 Uhr dann doch enorm voll, während alle Laoten versuchen ihr Glück zu bekommen und ihr Pech loszuwerden. Der Himmel ist voller Lampions und sieht wunderschön aus. Wir warten bis sich der Trubel gelegt hat und lassen unser Papierlampion in den Himmel steigen. Danach suchen wir gemeinsam nach einer geeigneten Stelle um unsere Schiffchen in den Mekong zu setzten. Während wir mit der thailändischen Tradition so viel Glück hatten, geht die laotische Tradition ziemlich in die Hose – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Charly macht den Anfang und tastet sich den schlammigen Untergrund am Mekongufer voran.. rutscht dabei aus, fällt halb in den Mekong, dabei reißt ihre Hose auf und ihr Schiffchen ist am Ende auch zerstört. Ich kann mich natürlich nicht zurückhalten und muss sie heftig auslachen. Danach versuche ich mein Glück beim Pech loswerden. Natürlich zahlt sich mein schlechtes Benehmen prompt aus. Mein Schiffchen hängt nur noch auf Halbmast und dümpelt vor sich hin. Das passiert also, wenn man sich fremde Traditionen zu Eigen macht. Wir hoffen trotzdem das Beste und konnten die Feiertage genießen.

Das sind keine Sterne, sondern Lampions
Das sind keine Sterne, sondern Lampions
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angestrengt beim Glückwünschen
Viele kleine Bambusschiffchen auf dem Mekong
Viele kleine Bambusschiffchen auf dem Mekong
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