Hauptstadtkind. Botschafterempfang

01.10 – 07.10 Vientiane

2015-10-03 22.45.14

23 ½ Stunden später in einem Schlafbus später erreichen wir Vientiane, die Hauptstadt von Laos. Hier kommt uns wieder einmal alles wieder „westlich“ vor. Zumindest teilweise. Von der Busstation lassen wir uns von einem Tuk Tuk Fahrer, der perfekt Französisch spricht, in die Stadt fahren. Während der Fahrt bemerken wir, dass wir das klapprigste Tuk Tuk ganz Vientianes erwischt haben müssen. Im Schneckentempo geht es voran, während gefühlt jedes Schlagloch in der Straße mitgenommen wird und Metallteile vom Tuk Tuk auf die Straße rieseln.

In der Innenstadt angekommen nehmen wir uns erst mal ein einigermaßen günstiges Guesthouse. Danach erkunden wir die Stadt und sind von den vielen verschiedenen Cafés und Restaurants überwältigt. Deswegen gönnen wir uns auch sofort einen Kaffee und nehmen Kontakt zu den Beiden Freiwilligen Lisa und Antonia in Vientiane auf und verabreden uns für den Abend. Nachdem wir den Night Market unsicher gemacht haben treffen wir uns alle in einer Bar auf einen Cocktail. Jetzt fühlt es sich so richtig nach Urlaub an (nicht nach Weltwärts). Wir sind aber auch zum Urlaub nach Vientiane gefahren. Am nächsten Tag treffen wir uns mit den anderen eingetroffenen Freiwilligen und erkunden die Stadt und genießen indisches Essen. Endlich einmal etwas anderes als nur laotisches Essen! Hier lassen wir es uns so richtig gut gehen und essen uns in Restaurants und Cafés durch. Wir finden sogar ein kleines Straßenfest. Dort geben Breakdancer ihr Bestes und es gibt Sportwettkämpfe. Spätestens jetzt fühlen wir uns so gar nicht in Laos. Hip Hop Beats und Basketball? Das passt auf jeden Fall nicht zu unseren Einsatzstellen in Laos.

Am nächsten Tag treffen wir uns mit einem Entwicklungshelfer der für die GIZ (Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) in den laotischen Berufsschulen arbeitet. Er bietet uns an, dass wir auch für die GIZ arbeiten können, wenn wir nicht zu ausgelastet sind. Von den anderen Freiwilligen bekommen wir unsere Pässe wieder ausgehändigt. Nun haben wir endlich unser multi-entry Visum bekommen und haben auch eine Arbeitserlaubnis in der Tasche. Am Abend geht es dann auf die Botschafterparty. Darauf haben wir uns alle am meisten gefreut! Zu viert laufen wir zum Hotel um uns dort mit den anderen Freiwilligen zu treffen. Dort angekommen kommen wir uns leicht underdressed vor.. Es sind unglaublich viele Gäste eingeladen und warten in Abendkleidern und Anzügen eingelassen zu werden. Der Botschafter hat so ziemlich für alles gesorgt. Es gibt ein riesiges Buffet und den ganzen Abend lang Wein, Bier und Champagner. Der Abend wird mit einer Rede des Botschafters begonnen und ein Chor singt die deutsche Nationalhymne. Ein wenig seltsam komme ich mir hier schon vor. Ich habe noch nie gefeiert, dass ich eine deutsche Staatsbürgerschaft besitze. Gegen ein kostenloses Buffet und Trinken habe ich natürlich nichts einzuwenden. Davon gibt es auch reichlich: Kartoffelsalat, jede Menge Würstchen und Fleisch, Sauerkraut und Kartoffelbrei. Es gibt auch laotische Suppe Phö, Samosas und Frühlingsrollen. Nicht zu vergessen das Nachtischangebot Obstspieße, Schwarzwälder Kirschtorte und Apfelstrudel. Wir stopfen uns alle ziemlich voll bis wir beinahe unsere Kleider sprengen. Deutsches Essen macht so viel schneller satt. Fast zu schade. Den Abend über gibt es weitere lustige Unterhaltungen mit Laoten, die Deutsch sprechen können. Außerdem schwingen wir das Tanzbein, denn es gibt coole Livemusik. Ich bedanke mich beim deutschen Botschafter für die Einladung und unterhalte mich ein wenig mit ihm. Der Botschafter ist wirklich sehr freundlich. Er hat uns gleich zu einem Fest im Dezember in Luang Prabang eingeladen. Wer weiß, vielleicht mache ich nach dem Weltwärtsjahr ein Praktikum an der deutschen Botschaft in Vientiane. Die Kontaktdaten dafür habe ich ja jetzt. Der Abend neigt sich zum Ende und ich nehme Charly mit zurück ins Guesthouse. Zum Glück werden wir von einer netten Französin nach Hause gefahren und ich packe meine minimalen Französischkenntnisse aus. Die restlichen Tage in Vientiane verbringen wir in Cafés, mit Shoppen, Tempelbesichtigungen und in Bücherläden. Typischer Städtetrip. Dafür haben wir jetzt endlich die Seens, die laotischen Röcke und auch Blusen für unsere Arbeit. Nach einer Woche in Vientiane machen wir uns auf den Rückweg über Thailand. Der Weg ist nämlich weitaus kürzer und unsere Pässe samt Visum haben wir auch endlich in der Tasche.

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