Tür öffne dich! Besuch bei unser neuen Laoten Omi – oder auch: deutscher Familienzuwachs im BAP Imperium

Huay Xai, 18.09

Eigentlich waren wir heute auf die Babyparty von unserer Arbeitskollegin eingeladen. Kurzerhand wurden wir aber angerufen, dass das heute doch nicht stattfindet. Bo pen jung (Macht nichts). Wir sind schon zu halben Laotinnen geworden. Dafür gehen wir jetzt in die Stadt schön westlich frühstücken. Wieder zuhause sind wir beide irgendwie todmüde und wollen uns kurz hinlegen. Unsere tollen laotischen Türen machen aber nicht mit. Die Tür zu unserem Schlafzimmer geht einfach nicht auf! Wir rütteln und treten dagegen. Jetzt machen wir sogar schon richtig Sport in Laos. Da ist allerdings nichts dran zu machen. Wir wollten heute sowieso endlich unsere netten Nachbarn besuchen. Dann ist gerade jetzt der beste Zeitpunkt dafür. Ein paar Apartments weiter wohnen zwei herzliche laotische Rentner. Beide sprechen gut Englisch, weil sie vorher in den USA gelebt haben. Sie freuen sich, dass wir ihnen einen Besuch abstatten. Wir fühlen uns sofort wie bei Omi und Opi. Keine widerrede, erst mal müssen wir gefühlt eine Tonne Obst verdrücken. Zum Abendessen werden wir auch gleich eingeladen. Ich frage, wie wir auch WiFi in unserer Wohnung haben können. Jetzt dürfen wir auch noch ihr WiFi mitbenutzen! Sie zahlen jeden Monat 30$ dafür, für Laoten sehr viel Geld. Aber wir sollen trotzdem nichts bezahlen. Ihr Argument: Ich zahle doch eh dafür, ob ihr das nun mitbenutzt oder nicht. Ich glaube wir werden sie noch oft besuchen, wir fühlen uns jetzt schon wie zuhause bei ihnen. Sie erzählen uns von ihren Kindern in den USA. Natürlich langweilen sie sich hier alleine in Huay Xai. Das kann ich gut verstehen. Vielleicht können wir ja auch bei etwas in Zukunft behilflich sein. Sie ruft ihren Bruder an, er ist sozusagen Hausmeister für die Apartments ihrer Schwester. Ein großes Familienunternehmen. Den Bruder habe ich auch schon kennengelernt. Er spricht Deutsch, weil er in der DDR an der Humboldt Universität studiert hat. Ich freue mich, wieder mit ihm Deutsch zu sprechen. Er bekommt die Tür tatsächlich wieder auf! Um uns zu demonstrieren, dass die Tür wieder einwandfrei funktioniert schließt er sich gleich selber wieder ein. Wir kommen kaum aus dem Lachen wieder heraus. Jetzt hat er sich in unserem Schlafzimmer selbst eingesperrt. Irgendwie bekommen wir die Tür dann doch wieder offen und können ihn retten 😀 Wir brauchen also eine neue Tür bzw. ein neues Schloss. Nacheinander kommen verschiedene Laoten in unsere Wohnung spaziert. Nach ein paar Stunden ist unsere Tür ein wenig abgesägt und wir haben ein neues Schloss. Zum Abendessen geht’s zu unserer neuen Omi. Sie hat extra für uns Suppe gekocht. Total süß! Sie will uns nun nach und nach beibringen, wie man laotisch kocht. Morgen gibt es deshalb extra für uns Khau Niaw Mak Muong (Sticky Rice mit Mango). Den Abend verbringen wir bei ihr, hören Geschichten über ihre Kinder, die in den USA leben und bekommen duzende Fotos gezeigt.

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